Wie Du Deine Vision finden kannst

Vision ist nichts für Spinner und man muss auch nicht zum Psychotherapeuten, wenn man Visionen hat. Ganz im Gegenteil! Psychisch Kranke haben meistens eben gerade keine Vision – zumindest keine positive.
Ich bin der festen Überzeugung, dass jeder eine Vision und eine davon abgeleitete Mission haben sollte. Daraus entsteht dann nicht nur Handlungsorientierung und Bewertungen hinsichtlich eigener Prioritäten. Vielleicht noch viel wichtiger ist es, dass Visionen Energie freisetzen. Und genau diese Energie ist es, die wir brauchen, um etwas Neues aufzubauen.
Wir brauchen diese Energie auch für das Marketing, denn das Marketing ist für mich vergleichbar mit einem Fluss, den ich so lenke, dass er dort ankommt, wo ich es will und das bewirkt, was ich möchte. Der Fluss ist dabei die Energie, die durch eine klare Vision entsteht.

Vision hat nicht viel mit Zielen zu tun, schon mal gar nicht mit den berühmten SMART-Zielen. ganz im Gegenteil. Eine Vision lässt sich selten so spezifizieren, terminieren usw., wie es das Wort schon sagt, ist es eher ein Bild, es ist mehr Haltung als Verhalten.
Auf der anderen Seite leiten sich Ziele von Visionen ab.
Visionen sind voller Werte und daher übergeordnet allen anderen Zielen gegenüber.
Wer seine Vision gefunden hat, der kann sich glücklich schätzen.

Wie kommt man nun zu einer Vision?

Ich möchte Dir hier einen Weg vorschlagen, den Du ganz alleine gehen kannst. Du wirst merken, dass dieser vorgeschlagene Prozess viel mit Bildern und mit den Sinnen arbeitet. Wir müssen für Visionen unsere rechte Gehirnhälfte aktivieren, die nicht logisch denkt, sondern intuitiv, bildlich, parallel und stark mit dem Körper verbunden ist.
Dieser Teil unseres Gehirns blickt eher in die Weite und kann sehr viel überblicken. Und da es bei Visionen um sehr langfristige Ideen von Zukunft geht, ist dieser Teil auch derjenige, der uns jetzt weiterhelfen kann.

Fangen wir an:

  1. Schreibe groß auf einem Blatt Papier Deinen Wunsch oder Dein nächstes Ziel.
  2. Stell Dir vor, wie es sich anfühlt. das Ziel erreicht zu haben. Tu es mit allen Sinnen: Was siehst Du, was hörst Du…wenn Du das Ziel erreicht hast.
    Was wäre das schönste und wichtigste daran? (wieder aufschreiben)
  3. Stell Dir vor, Du hast das eine Zeit lang in Deinem Leben verwirklicht, was wäre Dein nächstes Ziel? (aufschreiben)
  4. Wiederhole Punkt 1 – 4 bis Du keine weiteren Ziele mehr findest.
  5. Aus den Antworten kannst Du nun Deine Vision entwickeln – vielleicht steht sie auch schon auf einem der Blätter. Auf alle Fälle haben alle Antworten mit Deiner Vision zu tun. Wie fühlt es sich an, die eigene Vision zu leben? Stell es Dir wieder so konkret wie möglich vor und mit allen Sinnen
  6. Nun komm wieder zur Gegenwart zurück – Du hast Deine Vision noch nicht verwirklicht. Entscheide nun, in welchen Schritten Du Deine Vision verwirklichen möchtest.

Das ist zumindest ein Weg, um sich der eigenen Vision zu nähern.
Geh so kreativ wie möglich mit dieser Aufgabe um – verändere sie, wenn es Dir sinnvoll erscheint.
Ich wünsche Dir viel Vergnügen.