Vier Dinge, die ich auf einer Onlinemarketingkonferenz gelernt habe

Heute gibt es mal einen Bericht von einer Marketingkonferenz, die ich in der vergangenen Woche besucht habe. Ralf Wender hat nach Dortmund eingeladen, Ralf kenne ich schon von meiner Social Media Ausbildung bei der Business Academy Dortmund.
Bisher kannte ich nur BarCamps, das sind sogenannte Unkonferenzen, bei denen es nicht mehr nur einen gibt, der vorne spricht und die anderen hören brav zu. Bei diesem Format kann jeder etwas vortragen und ist immer auch Zuhörer und man ist immer frei zu gehen, wann man will.
Onlinemarketingkonferenzen waren mir bisher neu – hier geht es eher klassisch zu. Sechs Referenten standen auf dem Plan, und ich will Dir meine drei wichtigsten Lehren und Tipps mitgeben, die ich hier gelernt habe

Der Ort war ein klassisches Konferenzhotel, leider mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht optimal angebunden. Auch die Lasagne beim Mittagessen blieb weit hinter dem zurück, was sie sein kann.
Aber zum leckeren Essen bin ich nicht gekommen, sondern um etwas zu lernen. Und da gab es viele spannende Sachen.
Im ersten Vortrag ging es um Affiliatemarketing. Übersetzt kann man es auch Empfehlungsmarketing nennen. Jeder hat es sicherlich schon einmal gesehen: auf einer Seite wird ein Produkt empfohlen und gleich unter dem Artikel erscheint ein Link, der zu einer anderen Seite führt. Dort kann ich dann diesen Artikel kaufen. Das spannende daran ist, dass derjenige, der das Produkt empfohlen hat, an dem Gewinn beteiligt wird.
Unser Referent, Ralf Schmitz, nannte es das “geilste Business der Welt” und macht offensichtlich damit viel Geld.

1. Erstelle eine Emailliste

Was er uns zu sagen hatte, war so etwas wie der rote Faden durch den Tag. Ralf hat uns allen sehr ans Herz gelegt, dass es auf eine richtig gute Emailliste ankommt, auf eine Liste von legal erworbenen Emailadressen, denen ich ein Angebot machen kann.
Genau so hat er auch angefangen und darauf sein Business aufgebaut.
Auch Mara Stix aus Kuala Lumpur hat so angefangen. Sie vertreibt ihr Buch, gibt Webinare und Coachings und macht offensichtlich damit ebenfalls viel Geld.

2. Entwickle einen Podcast

Ich will jetzt nicht jeden Referenten hier vorstellen. Einer soll auf alle Fälle noch erwähnt werden. Er hatte nicht nur die schlechteste Zeit erwischt – direkt nach dem Mittagessen, wo alle müde waren – sondern hat mich am meisten begeistert: Gordon Schönwälder. Er ist professioneller Podcaster und hat über das Podcasting gesprochen. Eine Sache, die ich auch immer noch vorhabe. Es ist eine sehr direkte Form, in Kontakt zu treten und meines Erachtens ideal für das Selbstmarketing geeignet, weil gerade die Stimme es ist, die unsere Persönlichkeit transportiert. Außerdem ist es viel leichter, einen Podcast zu entwickeln und aufzunehmen, als ein Video.
Die Tipps und Ideen von Gordon haben alle Hand und Fuß und ich überlege ernsthaft, mich auch ans Podcasten zu begeben. Mit seinen Podcast-Episoden will Gordon anderen helfen, einen Podcast an den Start zu bringen.

3. Vertrauen schaffen

Mir ist in diesem Vortrag besonders klar geworden, wie wichtig es ist Vertrauen aufzubauen. Erst wenn das gegeben ist, dann ist es auch möglich geschäftlich ins Netz einzusteigen. Daher beginnt alles damit, Beziehung herzustellen. Daher finde ich Podcasts auch so hilfreich und gehört Authentizität essentiell zum Selbstmarketing wie zum Marketing überhaupt.

4. Löse Probleme

Mir ist auch nach diesem Vortrag, wie auch überhaupt am Ende des Tages, deutlich geworden: wer Erfolg im Netz haben will, der muss helfen, Probleme zu lösen. Dafür ist es hilfreich, fortlaufende und frühzeitige Recherche zu betreiben: in Facebook-Gruppen, in Blogs, Kommentare, durch einen Kunden-Avatar (also eine Art Idealkunden).
Das gilt nicht nur für den Verkauf von Onlineprodukten, sondern kann auch für das Personal Branding wichtig sein.

Ich hatte vorhin ja die BarCamps angesprochen. Was mir im Gegensatz dazu hier bei der Onlinemarketingkonferenz aufgefallen ist: hier geht es wirklich ums Geld und hier sind auch teilweise andere Typen zu finden als auf BarCamps, wo all die Social Media Freaks herumlaufen.
Onlinemarketing ist schon eine recht eigene Welt!
Ich habe mich dennoch wohlgefühlt und Spaß an der Materie gefunden. Es wird nicht die letzte Konferenz dieser Art für mich gewesen sein.