Motto-Ziele

Letzte Woche hatte ich kurz erklärt, warum Motto-Ziele für grundsätzliche Zielsetzungen hilfreich sind. Komplexe und situationsübergreifende Ziele sind mit SMART-Zielen nicht abbild- und beschreibbar.
Nur weil ich mir sage, dass ich jede Montag, Mittwoch und Freitag morgens um 7.30 Uhr eine halbe Stunde joggen werde, tue ich es nicht und vor allem wird mir das Ziel nicht dazu verhelfen, es mit Freude zu tun. SMART-Ziele sind in der Regel nicht selbstmotivierend.
Daher eignen sie sich sehr gut für überschaubare und sehr spezifische Situationen.
Wir sprechen hier also von Motto-Zielen und davon, wie man solche bildet.

Maja Storch und Frank Krause haben einen eigenen Prozess formuliert und gestaltet, der jeden zu einem Mottoziel führt. Seit diesem Sommer kann man diesen Prozess auch online durchlaufen.
Motto-Ziele sind eine Kombination aus unbewussten Bedürfnissen und Zielen/Absichten.
Der von Storch und Krause gestaltete Prozess beginnt daher mit der Auswahl eines Bildes (zahlreiche Fotos werden angeboten). Aus diesen Fotos wählt man ein Bild aus, dass meinem inneren Wunsch entspricht oder dass mich in irgendeiner Weise positiv anspricht.
Dieses Bild ist dann Grundlage dafür, Begriffe zu sammeln und über mehrere Schritte ein Motto-Ziel zu formulieren.
Der Vorteil der Bilderwahl ist ganz klar: Unbewusste Motive zeigen sich vorsprachlich und projizieren sich in analoge Situationen und Medien hinein. Durch das Sammeln von Begriffen – man fragt vor allem Freunde und Bekannte, was ihnen positives zu dem Bild einfällt – kommen neue Begrifflichkeiten hinzu und erweitern so das Spektrum.
Der Höhepunkt des Prozesses ist die Ausgestaltung des Motto-Zieles, dass nur positiv besetzte Worte beinhalten soll und in einer blumigen Sprache formuliert ist. Diese bildreiche Sprache hat den Vorteil, dass sie wiederum das Unbewusste aktiviert – woher unsere Motivation stammt.
Nach der Formulierung gibt es noch einige Schritte, die das Ziel in den Alltag implementieren sollen, so dass ich immer wieder auf diesen einen Satz stoße und was er mir bedeutet. Das hat auch neuropsychologische Gründe. Denn neues Verhalten wird in der Regel durch Wiederholung gelernt. So sorgt dieser Prozess dafür, dass ich wiederholt mit dem Motto-Ziel in Kontakt komme und die damit verbundene positive Emotion aktiviere. So kann das Motto-Ziel immer stärker werden und zu verändertem Verhalten führen.

Das ist natürlich keine Schritt-für-Schritt-Anleitung, sondern soll eher Geschmack machen, sich intensiver mit dem Thema zu beschäftigen.
Meine Arbeit als Social Media Manager sehe ich nicht nur rein technisch. Ich bin Gestalter von Kommunikation und brauche dafür eine gute und positive Haltung, die mich durch den Alltag trägt. Deshalb sind mir Motto-Ziele so wichtig.
Ich haben diesen Prozess selber mehrmals durchlaufen und ihn immer als sehr hilfreich erlebt.
Versuchen Sie es einmal – hier zum Online-Tool: Motto-Ziele

Gerne dürfen Sie auf mich zurückkommen, wenn Sie Fragen haben.

 

Foto: pixabay.com/tookapic