Monitoring im  Netz

Niemand ist wirklich anonym, jeder hat bereits seine Geschichte, die mehr oder weniger öffentlich ist. Ganz verbogen bleibt niemand. Und ist man vielleicht in jungen Jahren etwas weniger vorsichtig mit Postings in den verschiedenen Netzwerken, so kann das später ein Problem werden. Die Party am Strand, veränderte politische Überzeugungen, Meinungsäußerungen, für die man sich heutzutage schämt, können ein Problem beim Personal Branding werden.

Hinzu kommt, dass auch andere etwas über uns veröffentlichen, worauf wir wenig bis gar keinen Einfluss haben. In Blogs, Facebook oder sonstwo können Bilder von uns veröffentlicht werden, von denen wir lange Zeit gar nichts erfahren – vielleicht auch niemals überhaupt etwas. Manche haben das unrühmliche “Vergnügen”, Feinde zu haben – auch wenn man vielleicht wenig aktiv dazu beigetragen hat. Und diese können viel Unheil anbieten.
Was ich damit sagen will: Wer Personal Branding betreiben will, der kommt um ein fortlaufendes Monitoring nicht herum. Es ist kein Anzeichen von Narzissmus, sondern zwingend notwendig, ein Monitoring im Netz zu betreiben und fortlaufend darüber informiert werden, wenn ich erwähnt werde.

Das müssen natürlich nicht nur negative Meldungen sein, sondern es kann sich ja auch um Veröffentlichungen handeln, für die wir uns gerne bedanken.

Ich möchte Ihnen hier einige Tools dazu vorstellen, die ihnen diese Monitoring im Netz vereinfachen.

 

Google Alert

Wer mehr über Sie erfahren wird, der wird zunächst Google bemühen und Ihren Namen hier eingeben. Google durchsucht in regelmäßigen Abständen alle Internet-Seiten nach deren Inhalte und merkt sich diese, damit sie schnell wiedergegeben werden können, wenn entsprechende Keywords in die Suchmaske bei Google eingegeben werden.
Das sollten auch Sie tun. Wenn Sie einen Google Account haben, dann können Sie auf Google Alert zugreifen. Falls Sie es nicht finden, dann geben Sie in das Suchfeld von Google “google alert” ein.
Bei Google Alert angekommen, können Sie oben Ihren Namen eintragen. Es werden direkt die Suchergebnisse angezeigt. Klicken Sie nun auf „Alert erstellen“ wird der Suchauftrag erteilt und Sie erhalten höchstens einmal täglich die relevantesten neuen Erwähnungen im Netz mit Ihrem namen.
Sie können die Suchanfrage aber auch konfigurieren und so bestimmen, bestimmen, ob bei jeder neuen Erwähnung Ihres Namens eine Mail kommen soll oder nur einmal am Tag oder einmal in der Woche. Sie können genauer bestimmen, was Google für Sie durchsuchen soll und wie die Ergebnisse ausgegeben werden sollen (als Mail oder RSS-Feed).

So bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Natürlich können Sie das auch für andere Suchwörter machen und sich so fortlaufend über neue Inhalte informieren lassen.

 

Talkwalker

Dieses Tool funktioniert im Grunde ähnlich wie Google Alert, es wird ihm aber eine bessere Suche nachgesagt. Ich finde zumindest die Darstellung in der jeweiligen Mail übersichtlicher.

 

Yasni

Dieses Tool gehört zu den klassischen Monitoring-Tools für das Personal Branding. Rufst Du den Dienst auf, dann kann Du ganz oben wieder Deinen Namen eintragen und auf “Alle finden” klicken.

Zunächst werden Dir die Netzwerke angezeigt, in denen Du aktiv bist oder warst. Es folgen Deine Interessen, Adressdaten und zumindest bei mir eine schier unendlich lange Liste von Erwähnungen meines Namens. Es muss sich ja nicht immer um Sie handeln, deshalb sollten Sie gut hinsehen. Auf alle Fälle sollten Sie einmal die ganze Liste durchgehen und sehen, ob Beiträge dabei sind, die Ihrem Branding nicht entsprechen oder diametral entgegengesetzt sind.
Sie können auch hier fortlaufend informiert werden, wenn neue Infos über Sie eingegangen sind.
In einem der nächsten Posts werde ich zeigen was zu tun ist, wenn Infos dabei sind, die Sie am liebsten gelöscht haben möchten.

 

Wie gesagt, ein Monitoring im Netz ist zwingend für ein Personal Branding – Ihre zukünftigen Kunden, Klienten, Chefs, Freunde oder wer auch immer Ihnen begegnet: sie alle werden Ihren Namen ohnehin googlen. Tun Sie es vor denen, damit sie wissen, was für ein Bild anderen über Sie dort vermittelt wird.
Was ist Ihre Erfahrung mit dem Monitoring über den eigenen Namen im Netz?
Haben Sie noch andere Tools, die Sie empfehlen können?
Haben Sie eine Frage? Schreiben Sie einfach einen Kommentar!

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