Inhalte des Impressums

Es ist tatsächlich immer noch ein Problem – das Impressum. Und offensichtlich hat sich immer noch nicht gänzlich herumgesprochen, dass man eins braucht. Ja, tut man und in der Regel gilt das für alle. Und wer eine neue Seite launched, der muss auch von Anfang nicht nur ein Impressum haben, sondern auch die richtigen Inhalte des Impressum – nicht: Machen wir später. Keine Sekunde Internetauftritt ohne Impressum!
Warum das Impressum eine solche Bedeutung hat, ist nicht nur durch das Gesetz ableitbar. Der Gesetzgeber möchte erreichen, dass jeder sehr schnell an einen Kontakt kommt, um sich bspw. zu beschweren oder auf einen Fehler hinzuweisen oder einen Beitrag auf der Seite, der nicht legal ist. Dafür soll der Besucher der Seite nicht erst lange suchen müssen, sondern ganz schnell die wichtigsten Daten finden.
Wenn es um Beschwerden oder Fehler geht, dann ist auch die Aufsichtsbehörde wichtig, die gerade im Gesundheitssektor eine zentrale Rolle spielt.

Es ist übrigens nicht egal, was im Impressum steht: die Adresse reicht nicht – das Impressum ist nicht einfach eine abgewandelte Form der Kontaktseite. Immer wieder sehe ich es im Netz: Seiten mit mangelhaften Impressumsangaben oder sogar ganz ohne.
Ich empfehle und wiederhole mich damit: das Impressum selber und die richtigen Inhalte des Impressums sind ein Muss.

Die richtigen Inhalte

Das ist jetzt keine Rechtsbelehrung – dennoch hier die Aspekte und Punkte, die meines Wissens in ein Impressum für kirchliche und kulturelle Einrichtungen gehören:

Vorname, Name, Rechtsform und Anschrift
Kontaktangaben
Falls es eine Aufsichtsbehörde gibt (bei Krankenhäusern, Ärzten, Psychotherapeuten etc.), dann muss diese angegeben werden
Angabe des Registers (das wird meistens das Vereinregister sein)
Umsatzsteuer- und Wirtschaftsidentifikationsnummer
Angaben zum Berufsrecht
Berufshaftpflichtversicherung
Inhaltlich verantwortliche Person

Der richtige Ort

Auch für die verschiedenen Social Media Kanäle braucht es ein Impressum. Bei Facebook kann man es inzwischen direkt eintragen, bei Twitter muss man es verlinken, ebenso bei Instagram.

Ein Impressum muss nicht nur vollständig sein, sondern auch folgende drei Aspekte vorweisen:
es muss ständig verfügbar sein
es muss leicht erkennbar sein (also am besten immer das Wort Impressum nutzen und nicht ein anderes)
es muss unmittelbar erreichbar sein (das heißt, dass nicht mehr als zwei Klicks benötigt werden sollten, um das Impressum lesen zu können – also nicht irgendwo das Impressum verstecken)

Es ist ein freundschaftlicher Akt, wenn man andere Seitenbetreiber darauf hinweist, ein Impressum einzurichten oder zu korrigieren. Ich tue das zumindest auch mit dieser Haltung. Abmahngebühren sind verschenktes Geld!

 

Foto: pixabay.com/geralt