Bericht vom MDG OnlineCamp  2015

Ich schätze BarCamps sehr, weil sie nicht so statisch und, ehrlich gesagt, auch nicht so langweilig sind wie andere Konferenzen. Dort spricht einer und die anderen hören zu und sind zusammen in einem Raum. Ein BarCamp wird auch Unkonferenz genannt. Hier wird das Programm gemeinsam am Beginn festgelegt. Dabei werden verschiedene Sitzungen – so genannte Sessionen – geplant. Diese Sessionen dauern in meinem Fall jeweils genau 45 Minuten und es können mehrere Sessionen parallel stattfinden.
Es kann also jeder eine Session abhalten. Das kann eine Diskussionsrunde sein, ein Vortrag, sogar ein Spaziergang, jemand erzählt von seiner Praxis oder was auch immer. Es gilt: jeder entscheidet selbst, an welcher Session er teilnimmt und wie lange. Wenn eine Session wider Erwarten nicht das hält, was sie verspricht, kann man jederzeit wieder gehen, eine andere Session besuchen oder einen Kaffee trinken und auf den Beginn der nächsten Session warten.

So viel zur Vorrede.
Ich war auf einem solchen BarCamp vom 24. – 25.11.2015 in Höchst im Odenwald, veranstaltet von der MDG (Mediendienstleistungsgesellschaft) in München, einer Einrichtung der Diözesen in Deutschland. Es war wie immer eine lohnende Veranstaltung mit vielen Impulsen.
Was habe ich mitgenommen?
Zunächst habe ich die Social Media Strategie der Cella Sank Benedikt vorgestellt, die ich selber in diesem Jahr entwickelt habe. Das war lohnend, da ermutigend, und es gab den einen oder anderen neuen Hinweis. Zudem merke ich, dass mir beim Vortragen immer noch neue Ideen kommen. Auf Facebook zu werden ist nichts Neues für mich. Mittlerweile aber habe ich andere Einstellungen vorgenommen und habe jetzt die Ahnung, wie ich mehr Erfolg generieren man, indem ich andere Häkchen setze.

Digitaler Wandel


In einer anderen Session wurde über die Veränderung unserer Gesellschaft angesichts des digitalen Wandels gesprochen. Die Frage der Zukunft wird sein: wie gehen wir mit der vielen Zeit um, die wir zukünftig haben werden denn viele Jobs und Aufgaben werden wegfallen. Man rechnet damit, dass in Deutschland ca. 50% der Jobs zukünftig nicht mehr benötigt werden. Spannend und beängstigend zugleich. 

Live-Übertragungen

Sehr spannend, weil auch für mich relativ neu, ist die APP Periscope, mit der man Livevideos drehen kann. Ganz aktuell wurde diese APP bei den Anschlägen in Paris genutzt, um über die Attentate zu berichten, man kann Vorträge veröffentlichen und so auf Sendung gehen. Das bietet neue Möglichkeiten, auf sich aufmerksam zu machen und eigene Anliegen und Veranstaltungen zu senden – und das alles lediglich mit einem Smartphone. Ich will diese APP auf alle Fälle versuchen, werde aber noch mit einem vertieften Einstieg darauf warten, bis Facebook seinen Livestreamingdienst für alle freigibt.

Scrolly-Telling

Das nächste für mich relativ neue Thema war Scrolly-Telling. Dabei geht es darum, Geschichten multimedial zu erzählen: Bilder, Videos, Musik oder was auch immer, Texte natürlich auch, werden zu einer Gesamtgeschichte und zu einem Gesamtauftritt zusammengefügt. Allerdings, und das finde ich doch sehr schade, kann man diese Geschichte nicht in die eigene – Homepage einbinden, sondern schafft sich im Grunde eine neue Plattform. Aber diese Session ermutigt mich dazu, mich mal wieder mit dem Tool Storyfy zu beschäftigen. Hier werden auch Geschichten erzählt und auch hier kann ich Videos und andere Quellen mit einbinden – und vor allem kann ich keinen Beitrag dann in meine Seite einbinden.
Leider musste ich am letzten Tag früher los, da ich noch einen Abendtermin in Hannover hatte. Aber ich fahre wieder mal hochmotiviert, mit vielen Ideen und Ahnungen nach Hause und schaue gleich mal nach, wann denn das nächste spannende BarCamp stattfindet. Mich würde das Thema Tourismus interessieren, was für mein “Herzensthema” Klostermarketing ja sehr wichtig ist.
Mich würde mal interessieren, ob Sie schon mal bei Facebook Werbung geschaltet haben und welche Chancen Sie darin sehen. Antworten einfach als Kommentar schreiben.