Vier gewinnt!
Diese Aufgaben sollten Sie im Selbstmarketing unbedingt beachten.

Wer will nicht erfolgreich sein? Jeder! Lediglich die Definition ist unterschiedlich. Der eine möchte viel Geld verdienen und macht den Erfolg davon abhängig, was er auf dem Konto hat. Andere wollen zufrieden sein, wieder andere möchten das gute Gefühl genießen, anderen etwas Gutes getan zu haben. Wieder andere fühlen sich erfolgreich, wenn sie sich frei fühlen und tun und machen können, was sie wollen. Und woran machen Sie ihren Erfolg fest? Geht es Ihnen um Geld – mal abgesehen davon, dass jeder Geld braucht, um überleben zu können. Die meisten Rechtsanwälte, Psychotherapeuten, Heilpraktiker, Ärzte und alle anderen, für die Selbstmarketing wichtig ist, leben auch von ihrem Idealismus, von dem Wunsch, anderen Gutes zu tun, zu heilen, zu beraten, zu lindern und neue Wege aufzuweisen.

Es gibt vier verschiedene Hauptaufgaben, die alle, egal wie sie Erfolg definieren, erledigen müssen, damit sie erfolgreich sind. Damit reihe ich mich in die vielen Ratgeber, Blogartikel und Whitepapers ein, die Tipps und Tricks weitergeben, wie man garantiert erfolgreich wird. Man nehme… Man sollte… Auf alle Fälle…
Ich will gar nicht sagen, dass meine vier Prinzipien vollständig sind. Aber ich kann sagen, dass sie viel mit unserem Gehirn zu tun haben und damit durchaus eine wissenschaftliche Grundlage besitzen.

Nach dem Psychologieprofessor Julius Kuhl unterscheidet man vier verschiedene Metaebenen des Gehirns. Die Funktionalität unserer Persönlichkeit und damit unseres Lebens hängt an der reibungslosen Interaktion dieser vier Ebenen ab.
Mit jeder Ebene ist eine Fähigkeit und eine Aufgabe verbunden. Für jedes Projekt brauchen wir diese vier Ebenen und bei vielen Problemen kann man anhand dieses Modells ganz persönliche Anteile erkennen und damit letztlich eine neue Lösung einüben.

Ich will diese vier Ebenen anhand eines Beispiels verdeutlichen: Sie möchten eine Praxis eröffnen… wie können Sie vorgehen?

Schaffe Dir Visionen

Es ist nichts Neues und kann insbesondere in amerikanisch angehauchten Büchern oft gelesen werden, dass wir Visionen brauchen, eine Idee von der zukünftigen Praxis, ein inneres Bild. Wie soll sie eingerichtet sein, wie werde ich dort arbeiten, welche Klienten/Patienten kommen dazu, wie werde ich mich fühlen. das alles ergibt ein Gesamtbild.
Das so genannte Extensionsgedächtnis ist für eine solche Aufgabe ausgelegt. Es hat den weiten Blick (in dem Sinne ist auch der Wortteil “Extension” gedacht). Hier sieht man nicht so sehr Einzelheiten, sondern den Horizont. Es ist der Teil unseres Gehirns, der am intensivsten mit unserem Körper verbunden ist, daher spüren wir diese Bilder auch. Gerade besonders intuitive Menschen arbeiten mit diesem Teil ihres Gehirns.

Plane Deine Visionen

Wenn Sie nun eine Idee von ihrer Praxis entwickelt haben und die sich richtig gut anfühlt, ist es ihre Aufgabe, von der reinen Vision und dem Spinnen von Zukunftsfäden in den Teil unseres Gehirns zu kommen, der Aufgaben annimmt und plant. Wer nur bei den Visionen bleibt, wird nichts vollbringen. Es braucht die Umsetzung, sonst verlieren wir uns nur unnötig in Tagträumen: Ach, wie schön wäre es doch… Jetzt gilt es zu überlegen und zu planen.
Damit einher geht auch eine Reduzierung der Euphorie, die sich oft in der Phase der Visionsentwicklung einstellt. Es wird sachlicher: Finanzamt, Aufsichtsbehörde, Banken, Vermieter – das alles eignet sich nicht für große Gefühle, sondern kostet Nerven und Kraft. Je klarer die Vision und je besser Sie am Anfang eine solche entwickelt haben, um so leichter wird Ihnen dieser Teil des Prozesses gelingen.

Verwirkliche Deine Pläne

Und nun gilt es umzusetzen, die Dinge in die Hand zu nehmen, die Sie zuvor geplant haben. Nach viel Gedankenleistung geht es jetzt darum anzupacken. Das “innere Planungsbüro” muss die Aufgaben nun weitergeben an die Verhaltenssteuerung, denn es geht ums Handeln. Das kann wieder Spaß machen, zu sehen, wie die Dinge werden. daher wird hier oft eine richtig gute Stimmung entstehen. Und bei einer guten Planung auf der Grundlage der Visionen kann das auch mit einer gewissen Leichtigkeit geschehen. Und wenn man erst beginnt, die Praxis einzurichten, die Pakete auszupacken, dann kann das rauschähnlich sein.

Überprüfen Sie die Ergebnisse

Spätestens an dieser Stelle hören die amerikanisch wirkende Bücher meistens auf. Was nicht heißt, dass sie falsch sind, sondern nur, dass sie nur die halbe Wahrheit beinhalten. Denn die Ergebnisse müssen auch beurteilt und bewertet werden. Ist alles so geworden, wie ich es wollte? Fühle ich mich wirklich in den neuen Räumen wohl? Haben ich den Kostenrahmen eingehalten? Kommen die Klienten/Patienten? Es braucht das eigene Controlling mit einer starken Verminderung der Stimmung. Wer Frustrationstoleranz besitzt, kann mit dieser Seite unseres Gehirns gut umgehen und kann negative Stimmung gut aushalten. Und das muss man beizeiten, wenn man sich selbständig machen will. Selten ist Selbständigkeit eine reiner Siegeszug mit Triumphmusik im Hintergrund und jubelnden Menschen am Wegesrand.
Wer also sein eigenes Controlling beherrscht und sich davon nicht demotivieren lässt, kann genau erkennen, wo Schwachpunkte und wo Verbesserungen angesagt sind. Diese Information ist wichtig, um sie dann in das Extensionsgedächtnis einzuspeisen. Das heißt, es geht darum, daraufhin ggf. die eigene Vision zu verbessern und anzupassen.
Und schon geht es weiter zur Planung, zur Durchführung, zum Controlling und zur Vision.

Natürlich gehen diese Prozesse in rasender Geschwindigkeit und zeitgleich und verschoben von statten. Aber jeder Schritt ist wichtig.
Und wenn Probleme auftauchen – egal ob Sie eine Praxis aufbauen wollen, den Urlaub planen, einen Job suchen – dann hakt es auf psychologischer Ebene an irgend einer Stelle in diesem System.

Das kann bei unserem Beispiel bedeuten:

1 Schwache oder völlig utopische Vision

Das kann heißen, dass eine grundsätzliche Schwäche besteht, die eigene Realität wahrzunehmen und für eine Vision zu berücksichtigen. Die wenigsten werden gleich zu Beginn zu einem Therapieguru oder zu einem “Wunderheiler”.

2. Schwache Planung

Die Idee ist zwar gut, doch anstatt gut zu überlegen und zu planen, wird gleich gehandelt. Kann man verstehen, da man dadurch in dem guten Gefühl bleibt. Aber dadurch entstehen Probleme und Fehler.

3. Es wird nichts getan

Zwar sind alle Pläne fertig, die Idee ist hervorragend und es könnte eigentlich gleich losgehen. Aber das tut es nicht. Es bleibt bei hehren Ideen und Listen. Hier besteht die Schwäche darin, von der Planung in die Ausführung zu kommen.

4. Es wird nichts bewertet

Sie haben zwar Ziele, haben auch gut geplant und ausgeführt, und jetzt? Wie oben schon beschrieben, gilt es nun zu bewerten und es gilt auszuhalten: man sagt nicht ohne Grund, dass man mindestens drei Jahre braucht, bis man ein Unternehmen aufgebaut hat, von dem man leben kann (und das heißt nicht, dass man sich gleich zur Ruhe setzen könnte noch, dass der Supernobelurlaub schon bezahlbar wäre).
Wenn ich immer wieder mein Credo wiederhole: Erfolg braucht Persönlichkeit, dann meine ich genau das, was ich hier beschrieben habe. Denn diese Theorie von Prof. Dr. Kuhl ist eine Persönlichkeits-Interaktions-Theorie. Die Persönlichkeit ist aktiv, stabil und erfolgreich, wenn die Interaktion zwischen diesen vier Ebenen gut funktioniert und keine Ebene ausgelassen wird.

Mich würden Ihre Gedanken zu meinem Artikel sehr interessieren. Schreiben Sie am besten gleich einen Kommentar!

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